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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Katharina von Alexandrien in Hauenstein gehören.

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Kirchengeschichte

Der Schuhindustrieort Hauenstein liegt inmitten des Pfälzerwaldes, umringt von Buchen- und Kiefernwäldern. Ganz in der Nähe des Ortes entspringt die Queich, die den Ort durchzieht. Die erste urkundliche Erwähnung von Kirche und Ortschaft reicht ins Jahr 1343/44

Das Patronatsrecht der mittelalterlichen Kirche besassen die Herren von Dahn zusammen mit der Ortsherrschaft als Lehen der Bischöfe von Speyer. Während der Zeit der Reformation, wandte sich Christoph von Dahn, diesen neuen Lehren zu. Dies führte dazu, dass Hauenstein 1556 für die nächsten 50 Jahre Sitz einer lutherischen Pfarrei wurde. Als die Lehen der Dahner an den Fürstbischof von Speyer 1603 zurückfielen wurde das Gebiet dem katholischen Glauben zurückgeführt.

Nach der furchtbaren Not des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648), des Pfälzischen Erbfolgekrieges (1688-1697), in welchem der Ort niedergebrannt wurde, und des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740-1748) besserte sich die Lage für die Bevölkerung nur langsam. Der Kirchenneubau, der schon 1747 dringend nötig gewesen wäre, konnte erst 1787/88 erfolgen.

Nach der Wiedererrichtung des Bistums Speyer 1817/1821 wird der Bevölerung Hauensteins immer wieder von ihren Pfarrern "ein ausgeprägter religiöser Sinn, der bei allen Gelegenheiten sichtbar werde" (1861) bescheinigt. Ihren Höhepunkt nahm dies in der Zeit des Nationalsozialismus. Nur 73 von 1521 Wahlberechtigten gaben der NSDAP im März 1933 ihre Stimme.

Christkönigskirche

Christkönigskirche
Christkönigskirche Hauenstein
Fresko in der Christkönigskirche
Fresko in der Christkönigskirche

Die Pfarrkirche der Pfarrei Hauenstein ist heute die Christkönigskirche. Nachdem sich die Bevölkerung im Jahre 1900 mehr als verdoppelte, war der Bau einer neuen Kirche nötig geworden. Der Grundstein für den Bau wurde am 18. Oktober 1931 gelegt. Das Gotteshaus wurde von Bischof Ludwig Sebastian am 20. August 1933 eingeweiht.

Während dem Bau, kam es zu einem schweren Unglück, als bei der Sprengung im Steinbruch fünf Männer ums Leben kamen. Die Kirche ist aus rotem Buntsandsteinmauerwerk in romanisierenden Formen gebaut worden. Das basilikale Langhaus wird im Westen von zwei Türmen flankiert. Im Osten ist der Chorraum als gewaltiger Chorturm ausgebildet. Die monumentale Stellung wird auch im Inneren sichtbar. Der Chorturm erhält sein Licht von oben, während die Lichtführung im Langhaus sehr reduziert ist.

Der Chorraum wird durch ein großes Christkönigs-Fresco geschmückt. Das Fresco greift die Gerichtsstelle aus dem Mattäusevangelium auf, in der es heißt: "Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist."

Bartholomäuskirche

1787 wurde die mittelalterliche Kirche abgetragen, mit Ausnahme des Turmes. Der kleine Bau fasste etwa 200 Gläubige. Wegen des baulichen Zustandes und der Größe musste die Kirche neu gebaut werden. Schon ein Jahr später konnte am 6. Juli 1788 der Grundstein gelegt werden. Die Benediktion der Kirche mit drei Altären zu Ehren des Kirchenpatrons St. Bartholomäus, der heiligen Jungfrau und Gottesmutter Marie und des heiligen Sebastians am 23. September 1788 vollzog Geistl. Rat Pfarrer Brunck von Lauterbourg als fürstbischöflicher Kommissar.

1823 musste der baufällig gewordene mittelalterliche Chorturm abgerissen werden. 1826/27 wurde der neue Kirchturm errichtet.

Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1841/42 von Schreiner Axerio aus Landau. Der Marienaltar wurde 1830 von Clausonet aus Landau, der Sebastianaltar 1849 von dem einheimischen Schreiner L. Seibel gefertigt.

Friedenskirche

Nachdem die Bevölkerung Hauensteins immer weiter anwuchs, begann man mit der Grundsteinlegung am 27. September 1970 mit dem Bau einer Filialkirche in der Hauensteiner Siedlung. Das Gotteshaus wurde durch den damaligen Bischof Friedrich Kardinal Wetter (emeritiert) am 12. März 1972 eingeweiht.

Der trapetzförmige Grundriss und der verwendete Sichtbeton als Baumaterial sind typisch für diese Zeit.

Die Eingangsfront wird von einer spitzwinkelig vorspringenden, offenen Vorhallte betont,  über der die dreieckige Glockenstube mit von einem schlichten Kreuz bekrönter, auffallender Dachschräge einen dominanten Akzent in der Neubausiedlung setzt.

Das Hauptportal ist aus Sicherheitsgründen seit 2016 gesperrt, da von dem baufällig gewordenen Turm, jederzeit Beton abbröckeln kann. Auch die Dachbeschichtung ist baufällig und musste um zu vermeiden, dass Wasser in die Kirche eindringt, instand gesetzt werden.

Katharinenkapelle

Katharinenkapelle

Patronin der Kapelle ist die heilige Katharina. Zuerst hieß die Kapelle "Maria zu den hohen Tränen."

Die roh behauenen Sandsteinquader sowie die "Fischblasen" im Maßwerk der Langhausfenster zeigen an, dass die Kapelle in der letzten Phase gotischen Bauens entstanden ist. Über der spitzbogigen Eingangspforte ist in den Scheitelstein zu beiden Seiten eines ehemals wohl bemalten Wappenschildes die Jahreszahl 1512 eingehauen, die allerdings heute nur noch schwer zu entziffern ist.

Nach einer legendenhaften Überlieferung, ist eine Rittersfrau von der "Falkenburg" Stifterin der Kapelle. Die Erzählung berichtet von einem Kind der Rittersfrau, das von der Burg, die auf einem hohen Fels erbaut wurde, beim Spielen in die Tiefe stürzte. Die Mutter rechnete mit dem Schlimmsten, doch das Kind hing in den Ästen eines Baumes und war unversehrt. Aus Dankbarkeit verspricht die Rittersfrau eine Kapelle auf dem Hügel zu erbauen, den sie von ihrer Wohnung aus erblicken kann.

In frühen Jahren war die Kapelle von einem Wäldchen umgeben, das später in Ackerland umgewandelt wurde. Die Kapelle steht heute in direkter Nachbarschaft zum Karmelkloster.

Im Oktober 1810 schenkte ihr Josef Naab eine Reliquie der heiligen Katharina samt dessen Authentic von Rom, eingefasst in einer sehr schönen Monstranz. Im früheren Jahren pilgerten viele gläubige Menschen hinauf zur Kapelle, in Gruppen und Prozessionen und suchten Trost in Last und Leid. Noch in der Mitte des vorigen Jahrhunderts hingen Dutzende von Krücken an den Wänden in der Kapelle zum Zeichen erhörter Gebete und erfüllter Bitten.

1952 wurde die Kapelle restauriert. Noch vor einigen Jahren hatte das Vesperbild "Maria Herzeleid" ihren festen Platz in einer Wandnische. Die Pieta ist um 1350 entstanden und geht ausschließlich auf private Frömmigkeit zurück.

Alljährlich am Votivfest "Maria Herzeleid" pilgert die Gemeinde in einer großen Lichterprozession betend und singend hinauf zur Kapelle. 2017 wurde erstmals wieder die Pieta bei der Prozession mitgeführt.

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